In einer Umfrage wurde der Verzicht auf Plastiktüten von vielen Teilnehmern als wirkungsvollstes Mittel zu CO2-Reduktion genannt. Da passt es auf den ersten Blick, dass dieses Jahr Plastiktüten in Deutschland verboten werden.

In Deutschland werden pro Person durchschnittlich nur 24 Tüten im Jahr verwendet. Eine normale Einkaufstüte verursacht 0,12 kg CO2. Bei 24 Tüten sind das entsprechend 3 kg CO2 im Jahr. Das Plastiktütenverbot wird also nur einen geringen Effekt auf unseren CO2-Fußabdruck haben.

Obwohl schon heute viele auf Plastiktüten beim Einkauf verzichten, wissen die meisten nicht, dass Papiertüten oder Stoffbeutel nicht unbedingt besser fürs Klima sind. Denn die Produktion von Papier- und Baumwolle verursacht mehr CO2.

Einwegtüten aus frischen Papierfasern müssen schätzungsweise mindestens dreimal so oft genutzt werden wie eine erdölbasierte Plastiktüte, damit sich die Klimabilanz ausgleicht. In Ökobilanzen schwanken die Schätzungen, wie viel öfter ein Baumwollbeutel genutzt werden muss, um die schlechtere Klimabilanz auszugleichen. Die Spannbreite reicht laut nabu.de von circa 50 bis 150 Mal. Wenn du also einmal pro Woche einkaufen gehst, müßtest du deinen Baumwollbeutel zwischen einem und drei Jahre benutzen.

Deswegen bin ich früher mit einer alten IKEA Tasche einkaufen gegangen, aber seit einem Jahr nutzte ich meinen großen Reiserucksack, der fasst 40 Liter und ich so bekomme ich den Einkauf auch mit dem Fahrrad heil nach hause. Seitdem habe ich gar keine Plastik- Stoff- oder Papiertüte mehr benutzen müssen.

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