Denn Tomaten sind nicht gleich Tomaten. Natürlich gibt es einen Unterschied, ob man die Tomaten in der Region anbaut, oder tausende Kilometer bis nach Berlin transportiert. Aber wie groß ist dieser Unterschied eigentlich?

Bei meinen Recherchen über den CO2 Fußabdruck von Kleidung oder Smartphones habe ich schon bemerkt, dass der Transport häufig gar nicht so stark ins Gewicht fällt. Im Klimakochbuch habe ich ein interessantes Kapitel zu diesem Thema gefunden. Und wie immer lohnt es sich etwas genauer hinzusehen.

Und so können regionale Tomaten durchaus eine schlechtere Klimabilanz haben, als Tomaten aus Südeuropa. Im Nachhinein erscheint es mir total logisch, aber ich habe bisher nicht daran gedacht: Außerhalb der Saison werden viele Gewächshäuser in Nordeuropa beheizt. Und sonnengereifte Tomaten aus Spanien, die nach Deutschland transportiert werden, haben (trotz Transport) eine bessere Energiebilanz.


Und auch beim Transportmittel gibt es Unterschiede. Natürlich ist der Transport per Flugzeug schlechter als per LKW und LKW ist schlechter als per Schiff. Das bedeutet aber auch, dass Obst aus Übersee, dass per Schiff nach Hamburg kommt, durchaus eine bessere Energiebilanz haben kann, als Obst, dass per LKW von Italien nach Deutschland kommt.

Quellen:

Das Klimakochbuch. Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen.